Holzarten

Western Red Cedar

Der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata) oder Riesen-Thuja ist eine Nadelbaum-Art in der Gattung der Lebensbäume (Thuja) aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).
Im englischen Sprachraum wird er Western Red Cedar genannt. Bei der Bezeichnung handelt es sich um einen sogenannten Fehlnamen, da es sich hierbei aus botanischer Sicht nicht um eine echte Zedernart handelt, sondern um einen Lebensbaum (Thuja).
Herkunft: Nordwestamerika.

Der Riesen-Lebensbaum ist eine forstlich wichtige Baumart im Nordwesten Amerikas. Er besitzt ein leichtes, dauerhaftes Holz mit weißem Splint und rotbraunem Kern. Das wertvolle Holz wird unter dem Namen Red Cedar gehandelt. Aus dem Holz lassen sich vorzügliche Schindeln gewinnen. Die Indianer der Nordwestküste hatten vielseitige Verwendungen für den Riesen-Lebensbaum: Aus dem Holz wurden Kanus, Häuser und Totempfähle hergestellt und die Rinde wurde zu Seilen und Netzen verarbeitet.
Red Cedar ist der „Eckpfeiler der Nordwestküste der indischen Kultur „.

Es wird gesagt, dass wenn ein Mensch sich mit dem Rücken an den Baumstamm anlehnt, er die Lebenskraft des Baumes erhält. Red Zeder wurde zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden verwendet. Red Zeder ist der so genannte „Baum des Lebens“ und wird noch immer mit dem höchsten Respekt von allen Nordwestküstenvölkern wegen ihrer heilenden Kräfte hoch geachtet.
Ein Coast Salish Mythos besagt: Der Große Geist hat den Red-Cedar zu Ehren eines Mannes geschaffen, der immer bereit war, den anderen zu helfen: Wenn er stirbt, und wo er begraben liegt, wird ein Zeder Baum wachsen und dieser wird nützlich sein für die Menschen – die Wurzeln für Körbe, die Rinde für Kleidung, das Holz für Obdach „(Pojar und Mackinnon 1994).

Der schnellwachsende Baum wird 25 bis 45 m hoch. Die Stämme sind in Längen von ca. 15 m bis 25 m astfrei und zwischen 0,5 und 2,0 m dick. Der Splint ist 2-5 cm breit und weißlich, das Kernholz gelb-rötlichbraun bis rotbraun, dunkelt aber noch nach. Das harzarme Holz hat keine Harzkanäle, es duftet aromatisch nach Zedern. Es ist geradefaserig mit deutlichen Jahresringen, wobei das schmale Spätholz dunkler, einseitig scharf begrenzt als Fladern auffällig erscheint. Der Stamm ist stark abholzig und hat eine breit auslaufende Basis.
Die Blätter sind schuppenförmig und stehen angedrückt. Sie duften selbst ohne Reiben bereits aromatisch; der Duft ist fruchtig und erinnert an Ananas oder Äpfel. Die Darrdichte beträgt ca. 0,35 g/cm3, die Rohdichte beträgt ca. 0,33 bis 0,46g/cm3.

Das Holz ist weich, gut zu bearbeiten aber schwer zu spalten. Es ist gut zu trocknen. Das Holz älterer Bäume kann spröde sein. Es schwindet wenig und hat ein gutes Stehvermögen.

Haltbarkeit: gegen Pilzbefall dauerhaft beständig. Witterungsfest.
Verwendung: Bauholz für geringe Beanspruchung, aber sehr form- und fugenfest für Innen- und Außenbau. Bei Trocknung sehr geringe Rissbildung. Das Naturstammhaus aus Red Zeder ist immer ein Traum-Holzhaus für jeden, der die Natur liebt und versteht.

Douglasie

Douglasie (Pseudotsuga menziesii), fälschlich auch Douglastanne, Douglasfichte oder Douglaskiefer genannt, ist ein Nadelbaum aus der Gattung der Douglasien (Pseudotsuga) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Douglasie ist der Westen Nordamerikas, wo sie an den Hängen der Rocky Mountains sowie der Kaskadenkette von Britisch-Kolumbien, entlang der kalifornischen Sierra Nevada bis nach Mexiko weite Flächen einnimmt.

Der schottische Botaniker David Douglas brachte den nach ihm benannten Baum im 19. Jahrhundert von einer nordamerikanischen Expedition mit nach Kew Gardens bei London. Seitdem wird die Douglasie in Mitteleuropa in bedeutendem Umfang im Forst, aber auch in Parks und Gärten angepflanzt.

Als eingeführte Spezies hat sich die Douglasie in vielen Ländern der Erde bewährt, sie ist die in Europa bei Weitem wichtigste fremdländische Baumart. Die ersten, nun 120-jährigen Versuche in Deutschland, ergeben, je nach Ursprungsherkunft faszinierende „Waldbilder.“
Die Douglasie ist ein immergrüner Nadelbaum mit Wuchshöhen um 60 Meter in Europa; in ihrem Ursprungsgebiet kann sie jedoch fast doppelt so hoch werden. Die höchste Douglasie, die man bisher gefunden hat, war 133 Meter hoch. Die kräftigsten Exemplare erreichen an der Basis einen Stammdurchmesser um 4 Meter. Die Douglasie bildet eine relativ schlanke, kegelförmige Krone.

Die Douglasie wächst schnell und kann ein Höchstalter von 400 Jahren erreichen.

Nutzung:

Das Holz der Douglasie ist vielfältig verwendbar. Es findet Verwendung als Furnierholz (Schälholz), Ausstattungsholz (Parkett, Möbel, Vertäfelung), Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innen-, Erd-, und Wasserbau, für Fenster, Türen und Spezialholz (Schiffsmasten, Rammpfähle, Schwellen, Fässer). Das Holz der Douglasie ist im Kern besser imprägnierbar als Fichtenholz und wird als das beste Holz zum Bau von Dachstühlen angesehen.

Douglasienholz ist eine der in Deutschland als Bauholz für tragende Konstruktionen zugelassenen Holzarten. Es verfügt über eine höhere natürliche Dauerhaftigkeit (Resistenz) als z.B. das häufig als Bauholz verwendete Fichtenholz. Das Kernholz wird nach DIN 68364 (1979) in Resistenzklasse 3 („mäßig dauerhaft“) eingestuft und kann daher ohne chemischen Holzschutz auch in Bereichen eingesetzt werden, wo eine gelegentliche Befeuchtung nicht ausgeschlossen ist (Gefährdungsklasse 2).

Kiefer

Die Kiefern, Föhren oder Forlen (Pinus) bilden eine Gattung von Nadelholzgewächsen (Pinophyta) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Das Wort Föhre ist in fast allen germanischen Sprachen vorhanden.

Die meisten Kiefernarten wachsen als Bäume, einige auch als Sträucher. Kiefern sind immergrün; ihre Nadeln sind im Vergleich mit anderen Nadelbaumgattungen besonders lang. Sie stehen je nach Art zu zweit, zu dritt oder zu fünft an einem Kurztrieb. Kiefern erreichen eine Wuchshöhe bis etwa 45 m bei einer Stammdicke von etwa 1 m und können bis 600 Jahre alt werden.

Der Stamm ist gerade, im Alter bis zur flachen, schirmartigen Krone astfrei. Die Kiefer ist ein Kernholzbaum mit breitem Splint, dünnem Mark und sehr deutlichen, etwas welligen Jahresringen. Als Bauholz ist das Kiefernholz für bestimmte Zwecke vorzüglich: im Wasser, an feuchten Stellen, und im Freien ist es dem Tannen- und Fichtenholz seines Harzgehaltes wegen vorzuziehen und von nahezu doppelter Lebensdauer. Für weittragende Balkenlagen und Dachkonstruktionen steht es dem Tannen- und Fichtenholz nach, weil es schwerer, spröder und weniger elastisch ist. Für Brunnendeichseln wird Kiefernholz bevorzugt. Besonders gut gewachsenes, altes, sehr harzreiches Kiefernholz steht bei richtiger Verwendung dem Eichenholz kaum nach. In der Bauschreinerei findet das Kiefernholz besonders für Fenster und Türen im Freien Anwendung.

Verbreitung und Nutzung

Kiefern sind vor allem auf der Nordhalbkugel heimisch. Die Verbreitungsschwerpunkte sind kühl-feuchte Klimabereiche. Angebaut werden Kiefern inzwischen weltweit – außer in der Antarktis. Insbesondere in Korea und Japan kommt der Kiefer eine besondere symbolische Bedeutungskraft zu: Sie werden dort als Symbole für Stärke, Langlebigkeit und beständige Geduld angesehen.

Das Holz der Kiefern ist zumeist leicht und harzreich. Sein Duft ist sehr aromatisch. Es kann als Bauholz, zum Innenausbau, als Möbelholz und zur Papierherstellung genutzt werden. Auch sogenanntes Keloholz, abgestorbenes, natürlich getrocknetes Kiefernholz, kann dazu verwendet werden. Kiefern werden zur Harz- und Pechgewinnung genutzt.

Eigenschaften

Die Darrdichte beträgt ca. 0,30 bis 0,86 g/cm3, die Rohdichte beträgt ca. 0,33 bis 0,89 g/cm3. Kiefer schwindet bei der Trocknung mäßig. Bei Temperaturen von 20 bis 30°C besteht Bläuegefahr.

Bearbeitung: Kiefer lässt sich mit allen Werkzeugen leicht bearbeiten, sie lässt sich gut sägen, hobeln, fräsen und bohren, man kann sie messern, schälen und drechseln.

Tanne

Die Tannen (Abies pectinata) bilden eine Gattung von Nadelbäumen in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Es gibt etwa 51 Arten von Tannen, die alle in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel der Erde vorkommen. Nach den Kiefern (Pinus) sind sie die am weitesten verbreitete und artenreichste Gattung in der Familie der Kieferngewächse.
In Mitteleuropa ist die Weißtanne (Abies alba) heimisch.

Alle Tannen-Arten sind immergrüne tiefwurzelnde Bäume. Die nadelförmigen Blätter sind flach und leicht biegsam und tragen auf der Unterseite oft zwei helle Streifen. Die Nadeln werden 8 bis 11 Jahre alt. Mit ihrem verbreiterten Fuß sitzen sie unmittelbar auf den Ästen (Sie unterscheiden sich dadurch z.B. von Fichten). Tannen sind einhäusig getrenntgeschlechtig, es gibt weibliche und männliche Zapfen an einer Pflanze. Die Zapfen stehen immer aufrecht am Zweig (im Gegensatz zu den hängenden und als Ganzes herabfallenden Fichten-Zapfen).

Dieser in den Gebirgen Mitteleuropas wachsende Nadelholzbaum ist einer unserer schönsten Bäume. Sein Hauptlängenwachstum ist mit 80 bis 120 Jahren erreicht, während das Wachstum nach der Dicke sich von da ab oft noch steigert; er erreicht eine Höhe von 30 m , wird ausnahmsweise auch bis zu 65 m hoch, bei einer Stammdicke bis zu 2 m; hat einen schnurgeraden Stamm mit kegelförmiger, im Alter sich verflachender Krone, mit glatter, weißlich-grauer, mit Harzbeulen bedeckter Rinde und rauhen Ästen.

Die Tanne ist ein Reifholzbaum mit breitem Splint, ausgeprägten, harten Jahresringen und dünnem Mark. Dem schlanken Wuchse entsprechend, ist das Holz schlicht und langfaserig, dabei leicht, elastisch, fast harzfrei, gut zu spalten und zu verarbeiten. Die Farbe des Holzes ist weiß mit gelblichem oder rötlichem Anflug. Dank seiner Leichtigkeit und Federkraft ist das Tannenholz zu Unterzapfen, Balkenlagen und Dachkonstruktionen sowie zu Bauarbeiten anderer Art vorzüglich geeignet. Im Wechsel von Nässe und Trockenheit ist es des geringen Harzgehaltes weniger haltbar und steht in dieser Hinsicht dem Kiefernholz nach.

Die Tanne ist nicht witterungsfest und anfällig für Pilz- und Insektenbefall.
Beim Trocknen neigen die Vollstämme zur starken Rissbildung.

Fichte

Die Gemeine Fichte (Picea excelsa) ist eine in Europa heimische Nadelbaum-Art; sie ist der einzige in Mitteleuropa natürlich vorkommende Vertreter der Gattung der Fichten und ein forstwirtschaftlich bedeutsamer Holzlieferant.

Diese Bäume sind über ganz Deutschland verbreitet und wachsen sowohl in den Bergen als auch auf Ebenen. Die Fichte ist das Hauptnadelholz der mitteldeutschen Gebirge. Das Wachstum verhält sich wie bei der Tanne; die Fichte erreicht eine Höhe von 20 bis 40 m und gelegentlich auch mehr bei einer Stammdicke bis zu 1,3 m. Sie wächst am schnellsten auf dem Diluvium der Vorberge, auf mildem, humusreichem, sandigem Lehm oder lehmigem Sand und gedeiht auch in rauhen, nördlichen Lagen, wo sie dann das beste Holz liefert, während in sonnigen, tiefen Lagen der raschere Wuchs ein schwammiges Gefüge bedingt, das die Kernfäule begünstigt.

Die Fichte ist ebenfalls ein Reifholz mit weniger harten und ausgesprochenen Faserringen und schlämerem Splint. Das Holz ist rötlich oder gelblich-weiß, leicht, weich, gut zu spalten und zu verarbeiten, etwas harzreicher als Tannenholz. Die Aststellen sind zahlreicher als beim Tannenholz, weniger auffallend von der Farbe und im Holze sitzen bleibend.
Als Bauholz ist das Fichtenholz dem Tannenholz ziemlich gleichwertig. Je nach Umständen ist es fester und des Harzgehaltes wegen dauerhafter.
Die Fichte ist nicht witterungsfest und anfällig für Pilz- und Insektenbefall.


Sibirische Lärche

Die Sibirische Lärche (Larix sibirica) ist eine Nadelbaum-Art aus der Gattung der Lärchen (Larix) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie zählt zu den wichtigsten Waldbäumen Russlands.

Heimisch ist die Sibirische Lärche in Westsibirien, in den Gebirgen Süd-Sibiriens sowie in der zentralsibirischen Hochebene der nördlichen Mongolei.

Die Sibirische Lärche kann eine Wuchshöhe von 45 Meter erreichen, dabei bleibt sie mit einem Stammdurchmesser von 175 Zentimeter relativ schlank. Ihre Krone wird als oval bis pyramidal beschrieben. Sie ist raschwüchsig und einer der am schnellsten wachsenden, frostharten Bäume. Der Zuwachs kulminiert etwa in einem Alter von 30 Jahren, sie kann dann aber noch bis zu 500 Jahre alt werden.

Die Nadeln sind hellgrün mit einer eher stumpfen Spitze. Sie sitzen an Kurztrieben zu 10 bis 60 mit einer Länge von 5 bis 60 Millimeter; an Langtrieben wachsen sie einzeln spiralig mit einer Länge von 3 bis 4 Zentimetern. Zum Herbst werden die Nadeln gelblich und fallen, wie bei allen Lärchen, zum Winter hin ab.

Junge Triebe sind, im Gegensatz zur Europäischen Lärche (Larix decidua), mehr oder weniger behaart.

Die Samen der Sibirischen Lärche werden im Winter entlassen, sind geflügelt und haben eine hellbraune Färbung mit dunklen Flecken. Die Tausendkornmasse variiert stark zwischen 3,8 und 9,6 Gramm. Wie bei allen Lärchen verbleiben die leeren Zapfen noch einige Jahre am Baum, bis sie samt Zweig abfallen.

Nutzung:

Das Holz der Sibirischen Lärche ist hart und dauerhaft und deshalb von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Es wird gerne für Gartenzäune, Holzfassaden, Terrassenböden und dergleichen verwendet, da das Holz aufgrund des hohen Harzgehaltes sehr witterungsbeständig ist. Das Harz ist Ausgangsprodukt für die Verarbeitung zu Kolophonium.

Das Holz ist resistent gegen Insektenbefall und Witterungseinflüsse. Das Lärchenholz ist ein sehr gutes Bauholz. Es findet im Wasser-, Gruben -, Schiffbau und der Bauschreinerei Verwendung. Die Dachkonstruktionen mittelalterlicher Kirchen sind häufig aus diesem Holz und bezeugen seine große Dauerhaftigkeit.